Medikamentenfaelschung, boomender Markt, vervielfachter Schmuggel

Verdreitausendfacht soll er sich haben seit 2005: der Medikamentenschmuggel – man kann es sich nicht vorstellen. In jedem Fall boomt der Markt mit gefälschten Medikamenten. Gewarnt wird vor veunreinigten, über- oder unterdosierten fälschungen aus Dritteweltländern
Internationale Produktpiraterie gehöre seit einigen Jahren zu den "Wachstumsmärkten" schlechthin, ist der Gesundheitsseite des Wiener "Standard" zu entnehmen, die wieder umfasend darüber berichtet (ich habe es hier schon mehrmals hervorgehoben). Besonders beliebt seien dabei gefälschte Medikamente. In Ã-sterreich beispielsweise wurden 2005 noch 55 Fälle registriert, während es 2007 bereits 786 waren. Die Anzahl der dabei umgeschlagenen Medikamente steigerte sich dabei um den Faktor dreitausend.
Das Internet ist dabei der beliebteste Zahlungsweg. Immer wieder tappen Konsumenten im weltweiten Netz in die Falle. Der weltweite Jahresumsatz mit gefälschten Präparaten liegt derzeit bei 30 Milliarden und soll sich bis 2010 verdoppeln.
Nur die intensive Zusammenarbeit der Behörden, laufende Schulungen, die neueste Software, Vernetzung und permanenter Informationsaustausch könnten dieses Problem eindämmen, betont der österreichische Finanzminister: "Dabei brauchen wir aber europäische Antworten", die Aktivitäten eines einzelnen Landes seien nicht wirkungsvoll. Der Politiker appellierte an die Konsumenten, "zuerst zu schauen und dann zu kaufen". Nicht zuletzt stehe schließlich die Gesundheit der Verbraucher auf dem Spiel. (APA)
Lesen Sie die gut aufbereiteten Einzelheiten hier.
Bild: Martina Böhner, pixelio.de